Im Rahmen der Baufinanzierung können, wie wir bereits wissen, unterschiedlichste Darlehen zum Einsatz kommen. Eines dieser Darlehen ist der Ökokredit, der von der Ethikbank angeboten wird. Damit werden sowohl Um-, als auch Ausbauten an bestehenden Gebäuden gefördert. Die Ethikbank steht dabei in ihrer gesamten Geschäftspolitik für ethische und ökologische Maßnahmen ein und unterwirft sich selbst freiwillig strengen Richtlinien und Kriterien. Schwerpunkt der Ethikbank ist es, nachhaltige Geldanlagen im Bereich Ökologie und ethischer Grundlagen zu platzieren. Dazu gehört auch die Unterstützung privater Bauherren bei ökologisch sinnvollen Maßnahmen.

Die Darlehen im Überblick

Für die Ökokredite der Ethikbank stehen Darlehen zwischen 3.000 und 40.000 Euro zur Verfügung. Sie können für die Nutzung erneuerbarer Energien, für die CO2-Reduzierung am eigenen Haus, für den Schutz baulicher und kultureller Werte, für die ökologische Innenraumgestaltung oder Außengestaltung und viele weitere ökologische und soziale Projekte genutzt werden.

Die sehr günstigen Zinssätze für das Ökodarlehen der Ethikbank werden dabei über die gesamte Laufzeit festgeschrieben. Eine Sicherheitshinterlegung, etwa durch Eintragung einer Grundschuld im Grundbuch, ist für den Ökokredit nicht notwendig. Trotzdem sind die Zinsen mit etwa fünf bis sechs Prozent sehr gering gehalten, vergleicht man diese mit anderen Krediten, die ohne Grundschuldbesicherung auskommen. Selbstverständlich gewährt die Ethikbank auch Sondertilgungen während der Laufzeit, so dass das Darlehen schneller, als ursprünglich geplant, zurück gezahlt werden kann.

Welche Investitionen sich mit dem Ökokredit realisieren lassen

Um sich nun aber ein genaueres Bild vom Ökokredit der Ethikbank machen zu können, ist es auch notwendig, die einzelnen Maßnahmen, die damit finanziert werden können, genauer zu betrachten. Eine kleine Aufstellung dieser Maßnahmen wollen wir deshalb an dieser Stelle vorstellen.

Im Bereich der erneuerbaren Energien unterstützt die Ethikbank mit dem Ökokredit die Investition in ein Blockheizkraftwerk, in solarthermische Anlagen, die die Sonnenwärme nutzen und in Photovoltaik Anlagen, die aus der Sonnenenergie Strom gewinnen. Darüber hinaus können Holzvergaser-Zentralheizungen, Biomasseanlagen, wie die Zentralheizung mit Holzpellets, Holzhackschnitzeln, Biogas oder Biokraftstoff und Erdwärme Anlagen, wie die Wärmepumpe oder die geothermischen Anlagen gefördert werden. Außerdem sind Wärmepumpen für die Luftwärme und Lüftungsanlagen für die Wärmerückgewinnung finanzierbar.

Der Schutz baulicher und kultureller Werte sieht die Finanzierung zur Erhaltung der Gebäudesubstanz ebenso vor, wie Maßnahmen zum Denkmalschutz. Im Bereich der CO2-Reduzierung gewährt die Ethikbank den Ökokredit für eine Umstellung der Heizungsanlage auf Brennwert- und Niedertemperaturkessel. Das gilt allerdings nur für Zentralheizungen. Weiterhin werden hier die Wärmedämmung im Außenbereich, also an Wänden und Dach, sowie die Wärmedämmung der Kellerdecke unterstützt. Die Wärmeschutzverglasung mit Zwei- oder Drei-Scheibenisolierverglasung ist ebenso finanzierbar, wie die Gas- oder Öl-Heizung und der Fernwärmeanschluss.

Im ökologischen Innenausbau werden ein Wintergarten, das Feng-Shui-Konzept, sowie die Installation von Kamin oder Heizofen mit Heizungsanschluss gefördert. Bei der ökologischen Außengestaltung kann ein Ökokredit für die Fassaden- und Dachbegrünung, sowie den Naturgarten in Anspruch genommen werden.

Weitere Maßnahmen, für die der Ökokredit in Frage kommt, sind die Installation einer Regenwassernutzungsanlage, einer Bio-Kläranlage, der Umbau zu barrierefreiem Wohnraum für ältere und behinderte Menschen, die Umrüstung des PKW auf Erdgas, Flüssiggas oder Pflanzenöl, sowie die Investition in energieeffiziente Geräte und Technik.

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